Die hohe Kunst, Menschen richtig zu behandeln Teil III

Warum immer nur von seinen eigenen Wünschen sprechen? So etwas ist albern und kindisch. Natürlich sind wir in erster Linie und immer und ewig daran interessiert, was wir selbst haben möchten. Aber das kümmert ausser uns keinen Menschen. Die anderen machen es nämlich genauso wie wir: Sie denken immer nur an das, was sie selbst gerne hätten.

Deshalb gibt es auf der ganzen Welt nur eine einzige Methode, um andere Menschen zu beeinflussen: mit ihnen über das zu sprechen, was sie haben möchten, und ihnen zeigen, wie sie es bekommen können.

Denke also morgen daran, wenn du bei jemandem etwas erreichen willst. Möchtest du zum Beispiel, dass deine Kinder nicht mehr rauchen, dann halte ihnen keine Predigt und spreche nicht von dem, was du dir wünschst, sondern mache Sie darauf aufmerksam, dass das Rauchen Schuld sein könnte, dass Sie nicht in die Fußballmannschaft aufgenommen werden oder den Hundertmeterlauf nicht gewinnen.

Die Welt ist voll habgieriger, selbstsüchtiger Menschen. Deshalb haben die wenigen, die selbstlos versuchen, anderen zu dienen, einen ungeheuren Vorteil. Sie stehen praktisch konkurrenzlos da. Der berühmte Anwalt und einer der größten Wirtschaftsführer Amerikas, Owen D. Young, sagte einmal: „Ein Mensch, der sich in die Lage der anderen versetzen kann und Verständnis aufbringt für deren Überlegungen, braucht um seine Zukunft nicht zu bangen.“

Die Dinge vermehrt vom Standpunkt des andern aus zu überdenken, sie mit seinen Augen zu betrachten, dann ist es leicht möglich, dass sich diese Lehre als Markstein deiner Karriere erweist.

Man muss immer zuerst im anderen das Bedürfnis wecken, das zu tun, was wir von ihm wünschen. Wem das gelingt, der hat die ganze Welt auf seiner Seite. Der andere aber wandelt auf einsamem Pfad.

Ein Junge wollte einmal die anderen dazu überreden, in ihrer Freizeit mit ihm Basketball zu spielen, und sagte ungefähr folgendes:“Ich möchte, dass ihr mitkommt und Basketball spielt. Ich spiele leidenschaftlich gern Basketball, aber ich kriege keine richtige Mannschaft zusammen. Gestern abend konnten wir bloß zu dritt ein wenig mit dem Ball trainieren. Ich wollte, ihr würdet morgen abend alle mitkommen, damit man wieder einmal richtig spielen kann.“

Sagte er auch nur ein einziges Wort davon, was die anderen wollten? Niemand hat Lust, als Lückenbüßer einzuspringen. Niemanden kümmerte es, dass der junge Mann gern Basketball spielen wollte.

Hätte er die ganze Sache so hingestellt, dass sie den Wünschen der anderen entgegengekommen wäre – mehr Bewegung, Entspannung, Ablenkung, klarer Kopf, Spaß, Spiel, Basketball -, dann hätte er seine Mannschaft beisammen gehabt.

Die meisten Leute besuchen höhere Schulen, lernen Latein, dringen in die Geheimnisse der Mathematik ein, aber nach welchem Gesetz der menschliche Denkapparat funktioniert, entdecken Sie nie.

Wecke in anderen lebhafte Wünsche.

Inspirationen aus dem Buch „Wie man Freunde gewinnt von Dale Carnegie“.

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