Die hohe Kunst, Menschen richtig zu behandeln Teil I

Respektvoller Umgang mit Menschen…

Kritik ist nutzlos, denn Sie drängt den anderen in die Defensive, und gewöhnlich fängt er dann an, sich zu rechtfertigen.

Die Verstimmung, die durch Kritik entsteht, entmutigt Angestellte, Familienangehörige und Freunde womöglich nur und ändert doch nichts an der Situation, die beanstandet wird.

Jeder Idiot kann kritisieren, verurteilen, reklamiere – und die meisten Idioten tun es auch. Aber um zu verstehen und zu verzeihen – dazu braucht es Charakter und Selbstbeherrschung.

Die Größe eines großen Mannes zeigt sich darin, wie er die kleinen Leute behandelt.

Bob Hoover, ein berühmter Testpilot und Flugakrobat, befand sich nach einem Flugmeeting in San Diego auf dem Rückflug nach Los Angeles, wo er zu Hause war, als in einer Höhe von knapp 1000 Metern plötzlich beide Motoren aussetzten. Durch geschicktes Manövrieren glückte es ihm, die Maschine zu landen. Sie wurde zwar schwer beschädigt, aber es wurde niemand verletzt.

Nach dieser Notlandung prüfte Hoover als erstes den Kraftstoff. Wie er richtig vermutet hatte, war die Propellermaschine aus dem 2. Weltkrieg mit Benzin für Kolbenmotoren mit Flugpetrol für Düsenflugzeuge aufgetankt worden.

Sobald er wieder auf dem Flugplatz war, verlangte er den Mechaniker zu sehen, der seine Maschine gewartet hatte. Der junge Mann war krank vor Verzweiflung über sein Irrtum, und Tränen liefen ihm über die Wangen, als Hoover auf ihn zukam. Er wusste, dass er den Verlusteines sehr teuren Flugzeugs und beinahe den Tod von drei Menschen verschuldet hatte.

Du kannst dir Hoovers Ärger vorstellen. Aber nichts dergleichen passierte. Hoover kanzelte den Mechaniker nicht ab; er tadelte ihn nicht einmal. Statt dessen legte er ihm den Arm um die Schultern und sagte: „Damit Sie sehen, dass ich weiß, dass Ihnen so etwas nie mehr passieren wird, möchte ich Sie bitten, morgen meine F-51 aufzutanken.“

Anstatt die Menschen zu beurteilen, sollten wir besser versuchen, sie zu verstehen. Versuchen herauszufinden, warum sie so und nicht anders handeln. Das ist vermutlich einträglicher und interessanter als Kritik. Dadurch schaffen wir eine Atmosphäre der Sympathie, Nahsicht und Güte. „Alles verstehen heißt alles verzeihen.

Kritisiere, verurteile und klage nicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*