Der Grund, warum Geld anderer unglücklich macht

Nur wer selbst für seine finanziellen Mittel arbeitet, wird den Wert des Geldes wertschätzen können. Besonders für die Finanzierung von Reisen ist das ein entscheidender Faktor.

Reisende, die ihren Auslandsaufenthalt nicht selbst erarbeiten sind auch in den meisten Fällen diejenigen, die durch das Reisen nicht glücklicher werden, weil es für Sie nie eine wahre Vorfreude gab, auf die Sie hinarbeiten mussten. Gerade die Phase der Plaung einer langen Reise, in der du i.d.R. sehr viel am arbeiten bist, um dir deine Reise zu finanzieren, ist doch ein essenzieller Bestandteil der Erfahrung. Ohne diese Vorfreude und die wahre Wertschätzung, zu wissen dass du dir selbst all das ermöglichst, was du gerade erlebst ist das, was es ausmacht.

Das Gefühl wird dir fehlen, wenn dir ganz selbstverständlich alle finanziellen Mittel zur Verfügung stehen, diese Dinge zu erleben.

Daher solltest du, auch wenn du nicht unbedingt müsstest, einen Großteil des Geldes für deine Reise selbst erarbeiten. Der kurzfristige „Schmerz“ wird durch langfristige Zufriedenheit und Wertschätzung belohnt.

Immer öfter beobachte ich, dass Menschen zu hohe Ansprüche an das Langzeit-Reisen haben. Sie erwarten in einem neuen Land ein völlig neuer Mensch zu sein, der mit der alten Welt zu Hause nichts mehr zu tun hat. Als würde man aus dem Flieger steigen und wäre plötzlich ein neuer Mensch. Eine zu hohe Erwartungshaltung endet oft in Enttäuschung – und zwar in allen Bereichen des Lebens, nicht nur beim Reisen.

Man sollte sich immer bewusst sein, dass man auch auf der anderen Seite der Welt immer noch der Gleiche ist. Man kann mit Charakterzügen wie Neugier, Offenheit und Spontanität zwar das Reiseerlebnis deutlich steigern, dennoch sollte man sich darüber bewusst werden, nicht vor Problemen von zu Hause davon zu laufen und zu versuchen Sie durch eine Reise bei Seite zu schieben.

Es sind immer – egal, in welchem Land der Welt – unsere grundlegenden Glaubenssätze, oder heute „Mind-Set“ genannt, die unsere Gedanken und somit unser Leben steuern.

So nötigt dich Reisen dennoch dazu, in gewisser Weise deine spirituelle Seite durch schlichtes Elimienieren zu entdecken. Ohne all die Rituale, Gewohnheiten und Besitztümer, die deinem Leben zu Hause Bedeutung verleihen, bist du gezwungen, in dir selbst nach einem Sinn zu suchen. Aus diesem Grund sprechen viele Reisende davon auf Reisen „sich selbst gefunden zu haben“, weil Sie oft das erste Mal gezwungen werden, sich auf die wesentlichen Dinge zu fokussieren.

Der Gedanke, dass uns Besitztümer nicht notwendigerweise reich machen, ist so alt wie die menschliche Zivilisation. Buddha wies darauf hin, dass es genauso absurd sei, Glück durch materielle Begehrlichkeiten zu suchen wie „darunter zu leiden, dass eine Bananenstaude keine Mangos trägt“.

Und ungeachtet solcher über die Jahrtausende vermittelten Wahrnehmungen herrscht der übermächtige gesellschaftliche Zwang, sich im Leben zu bereichern, anstatt ein erfülltes Leben zu leben. Und trotz der Tatsache, dass die Industrienationen für ihre unglücklichen Reichen berühmt sind, sind die meisten von uns nach wie vor davon überzeugt, dass unser Leben perfekt wäre, wenn wir nur etwas mehr Geld hätten. Aus dem Grund ist der Milliarden-Markt der Lotterie zu einem feste Bestandteil des modernen Lebens geworden.

Glücklicherweise wurden wir alle mit Gewinnlosen geboren. Indem wir uns einer neuen Situation aussetzen wird Zeit zum einzigen Gut, und dieses besitzt aufgrund biologischer Voraussetzungen jeder von uns in gleichem Maße. Geld braucht man natürlich weiterhin um zu überleben, aber Zeit braucht man zum leben. Sei also großzügig mit dem Umgang deiner Zeit, um die Werte des Lebens zu kreieren, für die es den Aufwand lohnt.

Deswegen solltest du für deine Reisen und alle anderen Dinge immer selbst arbeiten und nicht versuchen dir durch andere Menschen in irgendeiner Form einen Vorteil zu verschaffen. Du bist immer für alle Dinge, die dir passieren selbst verantwortlich. Versuche das also zu verstehen und lasse dich nicht wie ein Spielball durchs Leben schleudern. Nimm pro-aktive Verantwortung und triff deine eigenen Entscheidungen.

„Wir sehen die Welt nicht so wie sie ist, sondern so wie wir sind – oder wie wir sie zu sehen konditioniert sind.“